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E-Mobilität bei Nutzfahrzeugen: Nachhaltige und wirtschaftliche Alternativen

Die anhaltend hohen Stickstoffdioxid-Belastungen in zahlreichen deutschen Städten und Ballungsgebieten stellen ein akutes Gesundheitsrisiko dar. Vor allem Diesel-Fahrzeuge werden dafür an den Pranger gestellt. So fordern Experten ein flächendeckendes Fahrverbot. Von einer Einführung wären dann auch Kurier- und Lieferdienste sowie Handwerker betroffen. Die ökologische und ökonomische Lösung? E-Mobilität. Wir stellen Ihnen die innovative Technologie vor und geben Antworten auf drängende Fragen.

Was bedeutet ganzheitliche E-Mobilität?

Zwei Experten, ein gemeinsames Ziel: ein wirtschaftlich rentabler, elektrisch betriebener Transporter. AL-KO Fahrzeugtechnik entwickelte zusammen mit ABT einen vollelektrisch angetriebenen E-Transporter, den eCab. Das variable 13‘‘ AL-KO Chassis ermöglicht den Einbau unterschiedlich großer Batterien. So kann ABT das Fahrzeug für die Reichweiten-Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen genau auslegen.

 

 

 

Welche Kosten entstehen bei der E-Mobilität?

E-Mobilität rechnet sich. Zugegeben, die einmaligen Anschaffungskosten sind höher als bei dieselbetriebenen Neufahrzeugen. Allerdings amortisieren sich die Zahlen langfristig, sodass elektrisch betriebene Fahrzeuge unterm Strich nach etwa vier Jahren einen Kostenvorteil von über 2.000 € aufweisen. Wichtig dabei ist, dass Fahrzeughalter und Flottenbetreiber alle Kosten (TCO) bedenken, also neben dem Kaufbetrag auch Betriebskosten, Steuern und Restwert (vgl. Grafik).

 

Welchen Führerschein benötigen Fahrer für E-Transporter?

Durch das AL-KO Chassis ergeben sich vielfältige Aufbauvarianten und eine Auflastung um 750 kg auf 4,25 t zGG. Ein eindeutiger Vorteil und zudem alltagstauglich: Dank der „Vierten Verordnung über Ausnahmen zu den Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung“ (Stand: 31.12.2014) ist zum Manövrieren von elektrischen Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von 4,25 t ein Führerschein der Klasse B ausreichend.

 

 

Wie praxisnah ist der eCab?

Das Leichtbau-Konzept ermöglicht einen Nutzmasse-Vorteil von bis zu 600 Kilogramm, einen ebenen Ladeboden ohne Radkästen sowie einen tiefen Einstieg. In der Praxis bedeutet das: Hohe Ladevolumen, effizientes Beladen und kurze, ermüdungsfreie Ladevorgänge, die sich positiv auf die TCO (Total Cost of Ownership) auswirken.

 

 

 

 

Wofür eignen sich E-Transporter?

E-Transporter sind von den drohenden Umwelt-Fahrverboten in Städten nicht betroffen. Zudem ist die momentane Ladekapazität der Akkus des eCab für eine Reichweite von 120 km ausgelegt. Kunden können sich dabei zwischen einer einphasigen Lademöglichkeit (3,6 kW) oder einem dreiphasigen Schnelladen mit 22 KW entscheiden, mit der die Akkus in nur 1,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen sind. Folglich sind Elektro-Transporter perfekt für den Einsatz in der Stadt sowie im nahen Umland geeignet.

 

 

Welche Fortschritte müssen zukünftig folgen?

Der eCab bietet einen soliden Einstieg in das Thema E-Mobilität bei Transportern. Seine Reichweite ist für den Stadt- und Umlandverkehr ausreichend, doch darüber hinaus müssen weitere Schritte folgen, beispielsweise ein Ausbau öffentlicher Ladestationen oder eine Erweiterung der Ladekapazitäten. Das Ziel ist eindeutig: die nachhaltige Verbesserung der Luftqualität in Deutschlands Metropolen, ohne wirtschaftliche Einbußen für Gewerbe und Handwerk. Auf dem Weg dorthin gilt es für alle, ob Politik, Betriebe oder Umweltverbände, umsichtige Entscheidungen zu treffen und gemeinsam tragfähige Lösungen anzustreben.

 

Weitere Informationen zum innovativen Chassis-Konzept von AL-KO finden Sie unter http://www.al-ko.com/de/fahrzeugtechnik/chassis-varianten.

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