|   Professionals, Startseite  |   Kommentar schreiben

Safety first: Originale Anhänger-Bremsbacken vs. Plagiate

Im Straßenverkehr steht Sicherheit an oberster Stelle. Daher ist es gefährlich, gerade hier zu sparen. Besonders betrifft das wichtige Fahrzeugkomponenten wie Bremsen. Den enormen Unterschied von Qualitätsware zu günstig produzierten Teilen aus Fernost zeigt der Vergleich von originalen mit nachgebauten Bremsbacken. Hier erfahren Sie auf Grundlage von Tests, welche Sicherheitsmängel Nachbau-Bremsbacken und Nachbau-Bowdenzüge aufweisen – sowohl bereits im Neuzustand als auch nach 24 Stunden und im Langzeittest.

 

Anhänger-Bremsbacken: Rostbildung bei Plagiaten – schon nach 24 Stunden

Original_Bremsbacke_03.02_neu

Im Rahmen des Vergleichstests kamen die ersten gravierenden Mängel bereits nach 24 Stunden zu Tage: Rostspuren! Die Beläge der Nachbau-Bremsbacken basieren auf einen hohen Metallanteil. Wie die Abbildung zeigt, kann bereits nach eintägiger Testphase eine deutliche Rostbildung mit dem bloßen Auge erkannt werden. Hinzu kommt, dass die Nachbau-Bremsbeläge durch die erheblichen Metallanteile an der Trommel festrosten können. Um den Anhänger wieder flott zu bekommen müssen die Bremstrommeln von den Bremsbacken losgerissen werden, wenn das nicht mit kräftigem Anfahren gelingt – wird eine größere Reparatur notwendig sein. Die Nachbau-Bremsbacken zeigten im Dauertest alarmierende Resultate: Ihr Verschleiß war deutlich zu hoch. Zudem konnten zum Teil kleinere Belagflächen nachgewiesen werden. Diese Umstände wirken sich negativ auf die Bremswirkung des Fahrzeugs aus.

 

 

Ist-Zustand von Plagiat-BowdenzügeNachbau-Bowdenzug_03.02

Neu eingesetzt, war der Wirkungsgrad des Nachbau-Bowdenzuges aus Expertensicht in Ordnung. Auffällig ist, dass die Gummitülle mit zu viel Spiel das Betätigungsseil umschließt. Die Folge: Wasser kann eindringen. Aus langer Sicht ist ein Auffrieren bei Minusgraden sowie Nachlassen des Wirkungsgrades durch Korrosion möglich. Testergebnis war auch, dass die Haltekräfte der Seilendstücke (Nippel) deutlich unter den erforderlichen Vorgaben lagen.

 

 

Erhöhter Verschleiß nach dauerhaftem Einsatz von Nachbau-Bowdenzügen

Nach 240 Stunden Salzsprühtest (eine standardisierte Prüfung für die Bewertung von Korrosionsschutzwirkungen) war das Ergebnis ein unzureichender, minderwertiger Korrosionsschutz. Beim Betätigen des Bowdenzuges ist deutliches Rattern hör– und spürbar. Auch bei der Gummischutztülle war im Laufe des Dauertests eine starke Abnutzung zu verzeichnen. Neben versprödeten Teilen waren sogar einige gänzlich abgerissen. Die Folge: Der Wirkungsgrad des Zuges verschlechterte sich gegenüber dem Neuzustand
deutlich um ca. 12 %.

 

Original_Bremsbacke_03.02

 Testergebnis beim Original Bowdenzug: QUALITY FOR LIFE

Nach Durchführung der gleichen Tests war beim Original von AL-KO nur eine leichte Korrosion feststellbar. Die Gummitülle blieb voll funktionsfähig, umschloss sauber das Seil und verhinderte bestmöglich das Eindringen von Feuchtigkeit. Der Wirkungsgrad veränderte sich gegenüber dem Neuzu

stand nur minimal um ca. 2 %. Die Haltekräfte Seilendstück (Nippel) lagen ca. 25 % über dem Niveau des Plagiates.

 

 

Stopschild

Ein alarmierendes Fazit

Die Tests haben eindeutig gezeigt, dass sowohl die Plagiate von Anhänger-Bremsbacken als auch der Bowdenzüge gravierende Mängel aufweisen. Sämtliche Ergebnisse lagen deutlich unter den AL-KO Qualitätsmaßstäben. Da diese Schwächen schon nach kurzer Laufzeit auftreten, gibt es nur eine dringende Empfehlung: Sparen Sie nicht an der Sicherheit und achten Sie darauf, dass Original AL-KO Bremsbacken und Bowdenzüge in Ihrem Anhänger verbaut werden!

 

 

 

 

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertung vorhanden)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.